Wir leisten uns was!

Finanzkrise? Knappe Kassen? Der Bund ist pleite?

Nein, wir sind uns was wert!

Keine Spur von Understatement, berichten doch unsere amerikanischen Freunde von Bloomberg das Folgende:

Chancellor Angela Merkel will fly to meetings using a 1 billion-euro ($1.3 billion) jet fleet complete with conference rooms and missile-defense systems as budget cuts she helped broker force Ireland and Greece to ground planes.

Germany is swapping aircraft mostly predating reunification 20 years ago for two customized Airbus SAS A340 wide-bodies and a pair of smaller A319s fitted with first-class seats, a Defense Ministry spokesman said. The new fleet also includes four planes from the Global Express range described by Bombardier Inc. as the most luxurious corporate jets ever built.

Bloomberg - Jets für die Kanzlerin



Hier muss man Verständnis haben, sind doch unsere Jets nicht mehr auf eine zeitgemäße Landesverteidigung mit den jetzt vorgegebenen Entfernungen ausgelegt. Auf Dauer ist es Mediengrößen wie Gutenberg nebst Gemahlin, demnächst vielleicht Dieter Nuhr, und einem Showmaster Kerner nicht zuzumuten, in veralterten Jets ihrem demokratischen Auftrag gerecht zu werden. Als Vasall der USA sind nun andere Entfernungen Vorgabe und Bestimmung der Bundeswehr.

Insofern muss man hier unsere Kanzlerin einmal ausdrücklich loben, nicht kleckern sondern klotzen war die Devise des Auftrages!

Für schlappe 1 Milliarde Euro erhalten wir nun nicht nur 4 Flugzeuge mit einem adäquaten Konferenzraum – mit der Möglichkeit zu zeitgemäßen Live-Fernsehübertragungen für zukünftige Mediengrößen – sondern auch noch Missile verteidigte Flugzeuge, die unserer Landesverteidigung an jedem Punkt der Erde in Zukunft gerecht werden. Das diese Flugzeuge dabei die komfortableste Ausstattung haben, die jemals eingebaut wurde, ist ebenfalls verständlich, gilt es doch in Zukunft Fehler zu vermeiden, die unserem Ex-Bundespräsidenten Köhler nach langem Flug mit veralterten Jets nach Afghanistan unterlaufen sind, die dann schlussendlich zum Rücktritt des Bundespräsidenten führten.

Das Handelsblatt hatte über unseren neuen Regierungsjets schon vergangenes Jahr berichtet.

Handelsblatt - Hightech-Jets der Kanzlerin

Dank Wikileaks wissen wir nun auch, das neue Statussysmbol der Mächtigen dieser Welt scheint ein adäquat ausgestattetes Flugzeug zu sein, wo wir nun unmöglich bei unserer weltpolitischen Bedeutung völlig hinten anstehen können.

TAZ - Diplomaten und adäquate Flugzeuge

Nachtrag – zum Guttenberg Hindukusch-TV im vergangenen Jahr

Wir leisten uns wirklich was – Talkshow auf Steuerzahlerkosten

„Mit etwa 17.000 Euro habe sich Guttenbergs Ministerium am Hindukusch-TV beteiligt, berichtet der Kölner Express unter Berufung auf einen Ressortsprecher. “Etwa 12.000 Euro waren Transportkosten”, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums dem Blatt. Die Bundeswehr habe die Kosten für zwei der insgesamt 5,78 Tonnen Material übernommen. Hinzu gekommen seien Kosten für die Unterbringung in Wohncontainern, für die Verpflegung in der Lagerkantine sowie für Personal, das beim Auf- und Abbau geholfen habe. Teams des Sat.1-Moderators waren zur Vorbereitung der umstrittenen Talk-Show mehrfach nach Afghanistan gereist.“

„Die Arbeit des Produktionsteams und die Aufzeichnung des Gesprächs mit Soldaten und Minister zu Guttenberg seien “eine Maßnahme der Informationsarbeit im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung”, hatte das Ministerium im Dezember argumentiert.“

Süddeutsche - Quelle und Original