Valery Legasov - Dokumentation zu Tschernobyl

Valery Legasov war ein prominenter sowjetischer Wissenschaftler, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UDSSR, und leitender Kopf des Kurchatov Institute of Atomic Energy. Mit einer Gruppe anderer Wissenschaftler war er an der Liquidation des verunglückten Kernkraftwerkes in Tschernobyl beteiligt, und arbeitete an den Konsequenzen des Reaktorunfalls.

Hier mit Originalbildern die mit englischen Untertiteln versehene Dokumentation seiner letzten Tage:

Last Days Of Legasov Pt1

Last Days Of Legasov Pt2

Last Days Of Legasov Pt3

Last Days Of Legasov Pt4

Last Days Of Legasov Pt5

Last Days Of Legasov Pt6

Last Days Of Legasov Pt7

Last Days Of Legasov Pt8


Last Days Of Legasov Pt8

Valery Legasov, kurz vor seinem Tod: “Sorry, aber Tschernobyl hat uns nichts gelehrt”

“Death arrives when we no longer have something of value to offer to the world. Or when the world no longer value of what we have to offer. After that, the grave is an overdue technicality.”

(Gamma)

Die UDSSR war ein kommunistischer Staat mit totalitärer Verfügungsmacht, insofern war wohl auch nur hier das folgende möglich:

Unmittelbar nach dem Unglück und bis Ende 1987 wurden etwa 200.000 Aufräumarbeiter (“Liquidatoren”) eingesetzt. Davon erhielten ca. 1000 innerhalb des ersten Tages nach dem Unglück Strahlendosen im Bereich von 2 bis 20 Gray (Gy). Die restlichen Liquidatoren erhielten demgegenüber wesentlich geringere Strahlendosen bis zu maximal etwa 0,5 Gy, bei einem Mittelwert von etwa 0,1 Gy. Die Zahl der Liquidatoren erhöhte sich nach Angaben der WHO in den folgenden Jahren auf 600.000 bis 800.000. Die Zahl ist nicht exakt bezifferbar, da nur 400.000 Liquidatoren registriert wurden und auch deren Daten unvollständig sind. Die später eingesetzten Liquidatoren erhielten deutlich geringere Dosen. Die Liquidatoren wurden später für ihre Arbeit mit einer Medaille gewürdigt. (Quelle Wikipedia)

Überträgt man das nun auf Japan oder Europa, so stellt sich wohl berechtigt die eine Frage, der auch Arte in einer Fernsehreportage nachgegangen ist – Atomkraft – alles im Griff?

Tatsache ist, mit dieser Reportage dokumentiert, dass ein großer Teil der Wartungs- und Servicearbeiten an AKW´s in Europa heute nicht mehr vom angestellten Personal, sondern von Wander-, Saison-, Zeit- oder Subunternehmer-Arbeitern aus Gewinnmaximierungsabsicht der Stromkonzerne verrichtet werden. Dabei gilt zweierlei – die Kompetenz lässt nach, und damit die Sicherheit. Und für den „worst case“ – wie nun in Japan erfolgt – gibt es kein Personal, das auch nur annähernd die Arbeiten verrichten kann, die in Tschernobyl nach der Katastrophe notwendig wurden.

Die Situation ist also alles andere, als im Griff.

Alles im Griff? – Arbeiten im Atomkraftwerk