Präsidiales Kabarett

Den einen sind wir nun endlich los, unser präsidialer Schnäppchen-Jäger wurde diese Woche mit großem Zapfenstreich verabschiedet. Für all die, die nun nach vollständiger Wulff-Nachrichten Ermattung in der allgemeinen Euphorie vielleicht das ein oder andere bei Joachim Gauck noch nicht so ganz erfasst haben, hat Telepolis eine ausführliche Dokumentation der Person Gauck parat – unbedingt lesenswert.

Mit allen Wassern ungewaschen

Kabarettist Joachim Gauck kandidiert als Bundespräsident

„Der politische Kabarettist Joachim Gauck bewirbt sich derzeit für das höchste Staatsamt. Nachdem der talentierte Satiriker, der für sein Programm “Freiheit” euphorische Kritiken bekam, bereits Stasi-Chef Erich Mielke beerbte hatte, will er nun auch Erich Honecker nachfolgen, dessen Foto einst die ostdeutschen Amtsstuben zierte. Die neue Figur des vielseitigen Künstlers als “oberster Dienstherr” beweist einen feinsinnigen Humor, hatte doch Gauck früher ausgerechnet die Obrigkeit prinzipiell abgelehnt. In den zwei Jahrzehnten der deutschen Einheit glänzte der wandlungsfähige Gauck in kontrastreichen Rollen, die nun in einem Feuerwerk der guten Laune Revue passieren möchten.“

Telepolis - vollständiger Artikel

Nach dem Schnäppchen-Jäger nun also ein ungewaschener Kabarettist? Da hätte ich ausdrücklich doch den Georg Schramm vorgezogen, um mit ihm „lieber im Blitzlicht der Öffentlichkeit zu scheitern, als gehorsam bis zum kläglichen Ende im Pflegeheim dahin zu dämmern.“

Georg Schramm

Georg Schramm hat aber leider abgesagt – und verordnet ist jetzt erst mal “Gute Laune”