Die 68er

Zur Zeit läuft eine der bemerkenswertesten Kampagnen gegen die Panzerfamilie des deutschen Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann, die nun deren „Stille Teilhaber“ aus der Reserve lockt. Die Initiative des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS) hat mit der Aktion 25.000 Euro die Eigentümer der Panzerfamilie aufs Korn genommen.

Die Panzerfamilie

Die Irritation eines 68er – ein Blumenmaler der Panzerfamilie – dokumentiert sich hier:

Dies wird kommentiert wie folgt:

„Aber zum Schluss folgt ein Akt, der an Dreistigkeit nicht zu überbieten ist: der Blumenmaler berichtet, wie er dem Bundespräsidenten einen Brief geschrieben habe, in dem er fordert, “eine Lieferung von Panzern an Saudi-Arabien [dürfe] gegenwärtig nicht stattfinden”. Das Panzergeschäft müsse als “feindliche und fatale Antwort” auf die arabische Demokratiebewegung verstanden werden.

Diese Verwirrtheit muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: der Künstler, dessen Familie die Mehrheit an einem Waffenkonzern hält, fordert vom Bundespräsidenten, statt vom eigenen Geschäftsführer (den sie höchstpersönlich eingesetzt hat), den Milliardendeal zu stoppen. Nochmals: vom Bundespräsidenten. Ob der verwirrte Burkhart von Braunbehrens es auch beim Weihnachtsmann versucht hat? Wie so oft beleidigt das unsere Intelligenz.“

Die Panzerfamilie - Fahndungsticker

Verwirrend ist in dieser Frage wohl auch das gegebene Interview im WDR als Remix:

Quelle und Original

Dazu heißt es:

“Bei dem Zick-Zack-Antwortenkurs des verwirrten Blumenmalers könnte einem schwindelig werden. Wenn es um seine Verantwortung als Eigentümer geht, verlagert sich Braunbehrens darauf, dass seine Anteile wie bei einer Aktiengesellschaft sind und wenn es darum geht, die Firmenanteile zu verkaufen, behauptet er das exakte Gegenteil. Dazu muss man wissen, dass die Geschichte 'KMW & Burkhart von Braunbehrens' nicht so lang ist, wie der Künstler sie offenbar gerne hätte. Der Alt-Linke wurde aufgrund seiner Revoluzzer-Vergangenheit bis 2008 bewusst als einziges Familienmitglied aus der Firma ausgeschlossen und ist erst seit 2008 Anteilseigner bei Krauss-Maffei Wegmann. Getreu dem Motto, dass der Aufsteiger der beste Verfechter der Normen der Schicht ist, in die er aufsteigen will, strengt sich Braunbehrens an, ein guter Panzerproduzent zu sein und macht dabei vieles falsch. Der Moderator konfrontiert ihn damit, was er davon halte, dass er heute sein Geld “in einer der finstersten Branchen” verdiene. Braunbehrens versucht dabei nicht einmal zu behaupten, sein Geld mit seiner Kunst zu verdienen. Auf die Frage, wie er als alter Kommunist zu Waffengeschäften stehe, gibt Braunbehrens zur Antwort:

“Wir Kommunisten waren gerade in dieser Sache immer sehr realistisch!”

Das ist nun grundsätzlich nichts ungewöhnliches – 20% aller ehemaligen rot-grünen Politiker – und damit viele der Altgedienten 68er sind heute als Lobbyisten tätig.

„Gerhard Schröder arbeitet für Gazprom, Joschka Fischer für die Konkurrenz. Große Autos bedeuten ihm viel und Fischer legt Wert auf Statussymbole, erklärt dessen alter Sponti-Kumpel Daniel Cohn-Bendit öffentlich. Lockte das auch den ehemaligen grünen Staatssekretär Matthias Berninger aus dem Verbraucherschutzministerium ausgerechnet zum Schokoriegel-Multi 'Mars'? Und war das der Grund, warum die frühere SPD-Gesundheitsministerin aus NRW, Birgit Fischer, 'oberste deutsche Pharmalobbyistin' wurde? Es gibt gleich eine ganze Reihe rot-grüner Ex-Politiker, die ihre alten Berührungsängste lukrativ überwunden haben – mit teilweise bizarren Wandlungen. Christoph Lütgert und sein Team durchleuchten in 'ARD-exclusiv' das rot-grüne Business-Geflecht und müssen feststellen: Die Nähe von Politik und Wirtschaft war selten größer.“

Rot/Grün macht Kasse

Rot-Grün macht Kasse

Auch die fatale Interpretation der Realität hat unter der Generation der 68er ebenfalls Tradition:

Neben dieser bewussten Täuschung der Öffentlichkeit waren sich Fischer, Schröder und Scharping in dieser Zeit durchaus der Tatsache bewusst, dass bereits im Kosovo Uran angereicherte Munition verwendet wurde, eines der schlimmsten Kriegsverbrechen der Alliierten.

“Frieder F. Wagners erschütternde und akribisch recherchierte Dokumentation hat deswegen keinen Verleih gefunden und wird nur in ausgewählten Sonderveranstaltungen vorgeführt. Angesichts der erschreckenden Erkenntnisse, die sein von zahlreichen renommierten Wissenschaftlern unterstützter Film liefert, ist dem engagierten Filmemacher nicht nur eine breitere Aufmerksamkeit zu wünschen, sondern auch eine nachhaltige Diskussion in den Medien, die zu einem Verbot dieser heimlichen Massenvernichtungswaffe führt.

Joschka Fischer selbst hat inzwischen nachhaltig jegliche Bodenhaftung verloren, berät er doch heute zusammen mit Madeleine Albright in einer Gesellschaft.

Quelle - JF&C - Nachhaltigkeit

“Die Verbindung von politischer Erfahrung und einem hohen Verständnis für die Erfordernisse eines guten Nachhaltigkeitsmanagements erlaubt es uns, die Sustainability-Agenda passgenau zu interpretieren und individuelle Handlungsempfehlungen zu geben. Wir helfen unseren Kunden, die Veränderungen des regulatorischen Umfeldes und gesellschaftlicher Erwartungshaltungen zu verstehen, um weitsichtig die eigene Rolle zu definieren und unternehmerische Antworten zu entwickeln.” so versteht sich JF&Co in Verbindung mit Albright.

Madeleine Albright steht unter anderem für diese Worte:

In 1996 the UN Ambassador Madeleine Albright was asked by 60 Minutes correspondent Lesley Stahl, in reference to years of U.S.-led economic sanctions against Iraq, “We have heard that half a million children have died. I mean, that is more children than died in Hiroshima. And, you know, is the price worth it?”
To which Ambassador Albright responded, “I think that is a very hard choice, but the price, we think, the price is worth it.”

In ihrer Autobiographie bezeichnete sie diese Antwort später als “politischen Fehler”.

Quelle und Original

Geschäfte mit Diktaturen und totalitären Regimen – Joschka Fischer – Nabucco Lobbyist

Frage – „Sie hätten kein schlechtes Gewissen, wenn Nabuko was wird, und sich dann in zehn, zwanzig Jahren herausstellt, dass sich diese Regime in Aserbaidschan und Turkmenistan usw. nur stabilisieren?“

Antwort – „Ich komme, wie das so ist, nicht mit einer Frage des Gewissens, ich bestreite nicht das es hier sehr ernsthafte Bedenken, mehr oder weniger, je nach Land unterschiedlich gibt, aber ich bin mir sicher das die Öffnung von Nabucco die Bedingungen in Europa verstärken wird, und das wird positive Konsequenzen haben.“

Bleibt also nun nichts anderes, als den im Macht- und Geldwahn verlorenen 68ern ihre eigenen, alten Sprüche auf den Weg zu geben:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Leider ist aber ein Großteil der ehemaligen 68er heute zu satt und zu senil, um diese Realitäten noch zu begreifen, die politische Demenz ist bereits zu weit fortgeschritten!