Israel gesteht Tötung von Arafat-Vize Chalil al-Wasir

1988 – also vor 25 Jahren – hat eine israelische Kommandogruppe den PLO-Vize Chalil al-Wasir in Tunis umgebracht. An der Kommandoaktion waren der heutige Verteidigungsminister Ehud Barak und der heutige stellvertretende Ministerpräsident Mosche Jaalon beteiligt.

Der Unrechtsstaat Israel zieht aber keine Konsequenzen.

So schreibt der Spiegel:

„Jerusalem – Fast 25 Jahre lang galt es als offenes Geheimnis, nun hat Israel erstmals bestätigt, 1988 Abu Dschihad, den damaligen Vize-Chef der der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), getötet zu haben….
Der Darstellung Levs zufolge trafen in der Nacht zum 16. April 1988 insgesamt 26 Mitglieder der Eliteeinheit in der tunesischen Hauptstadt ein und teilten sich in zwei Gruppen. Nachdem zuerst ein Bodyguard des PLO-Mannes erschossen wurde, brach das zweite Kommando in seine Villa ein. Mehrere Bewaffnete hätten dann auf Abu Dschihad geschossen. Auch ein zweiter Leibwächter und der im Haus schlafende Gärtner wurden demnach getötet. “Es war sehr schade um den Gärtner”, sagte Lev im Interview. “Aber in solchen Operationen musst du sicherstellen, dass jeder potentielle Widerstand neutralisiert wird.”

An dem Attentat waren zwei israelische Persönlichkeiten beteiligt, die heute Regierungsmitglieder sind: Verteidigungsminister Ehud Barak, der damals stellvertretender Streitkräftechef war, und der stellvertretende Ministerpräsident Mosche Jaalon, damals Leiter der Einheit Sajeret Matkal. Beide wollten sich nicht zu dem Bericht äußern.“

Quelle und Original

“Politische Sprache dient dazu, dass Lügen wahr klingen und Mord respektabel und um dem reinen Wind einen Anschein von Festigkeit zu geben”

(George Orwell, Schriftsteller)

„Aber das ist auch die H o f f n u n g dieser Zeit, daß der Mensch im atomaren Zeitalter sein Leben erleichtern, von Sorgen befreien und Wohlstand für alle schaffen kann, wenn er seine täglich wachsende Macht über die Naturkräfte nur für friedliche Zwecke einsetzt; daß der Mensch den Weltfrieden sichern kann, wenn er die internationale Rechtsordnung stärkt, das Mißtrauen zwischen den Völkern mindert und das Wettrüsten verhindert; daß der Mensch dann zum erstenmal in seiner Geschichte jedem die Entfaltung seiner Persönlichkeit in einer gesicherten Demokratie ermöglichen kann zu einem Leben in kultureller Vielfalt, jenseits von Not und Furcht. Diesen Widerspruch aufzulösen, sind wir Menschen aufgerufen. In unsere Hand ist die Verantwortung gelegt für eine glückliche Zukunft oder für die Selbstzerstörung der Menschheit. Nur durch eine neue und bessere Ordnung der Gesellschaft öffnet der Mensch den Weg in seine Freiheit.“ – Godesberger Programm 1959