Das Risiko der Verbreitung von Atomwaffen im Nahen Osten

Resolution der UN-Generalversammlung vom 3. Dezember 2012, folgend der III. Empfehlung des Ersten Ausschusses* (Dokument A/67/412) vom 19. November 2012

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 3. Dezember 2012 mit 174 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen die Empfehlung einer Uno-Kommission angenommen, die Israel auffordert, sein Atomprogramm offen zu legen und Uno-Inspektoren Zugang zu gewähren. Israel solle ohne weitere Verzögerung dem Atomwaffensperrvertrag beitreten.

  • “… daran erinnernd, dass Israel der einzige Staat im Nahen Osten ist, der dem (NPT-) Vertrag noch nicht beigetreten ist …”
  • “… besorgt über die Gefahren für die Sicherheit und Stabilität der Nahostregion, die durch die Weitergabe von Nuklearwaffen heraufbeschworen werden…”
  • “… die Bedeutung von Vertrauen bildenden Maßnahmen betonend, insbesondere die Errichtung einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten …”
  • “2. Bekräftigt, wie wichtig es ist, dass Israel dem Nichtverbreitungsvertrag beitritt und alle seine Nukleareinrichtungen der Überprüfung durch die Internationale Atomenergiebehörde unterstellt …”
  • “3. Fordert, dass der Staat [Israel] dem (NPT-) Vertrag “ohne weitere Verzögerung” (“without further delay”) beitritt …, dass er den Besitz von Atomwaffen aufgibt …”
Quelle und Original

Israel reagiert wie folgt:

„Die UN-Generalversammlung habe alle Glaubwürdigkeit in Bezug auf Israel mit solcher Art von Routine-Beschlüssen verloren, deren Annahme durch eine automatische Mehrheit gesichert sei, und Israel vereinzele.“

Quelle und Original

Und nun versuchen Sie einmal mit dem Stichwörtern „Israel soll Atomwaffenprogramm offenlegen“ zu googlen – zunächst in den deutschen Google-News:

Google News - Israel soll Atomwaffenprogramm offenlegen

Überzeugend – nicht wahr!

Nun versuchen wir es im Netz:

Google Web - Israel soll Atomwaffenprogramm offenlegen

Nicht ein einziges wesentliches deutsches Medium bringt auch nur eine Nachricht zur UN-Resolution vom 03.12.2012 – so unbedeutend also das Thema?

Das Risiko der Verbreitung von Atomwaffen in Nordkorea

Wie die Presse normalerweise reagiert, wenn es um vermeintliche Atomwaffen geht, haben Sie in den Tagen um den 14.Dezember ausgiebig in den deutschen Medien erfahren.

Googlen Sie in diesem Fall mal nach Atomwaffentests Nordkorea – der deutsche Medienwald quillt über!

Nordkorea hat an diesem Tag aber einen Satelliten in den Weltraum verbracht. Und das, was Sie in der Presse erfahren haben, lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Almost Everything You’ve Heard About the North Korean Space Launch Is Wrong

Über den Autor:

Brian Weeden is a former U.S. Air Force officer and currently Technical Advisor to Secure World Foundation, a U.S.-based non-profit that works on space policy issues.

Den kompletten Hintergrund finden Sie beim Magazin Wired – machen Sie sich selbst ein Bild.

Quelle und Original

Das Risiko der Verbreitung von Atomwaffen im Iran

Schlussendlich habe ich im März dieses Jahres mit Ahmadinedschad im ZDF die “emotionale Pissrinne” der Medien und die “intellektuelle Wüste”, die uns mit den öffentlich rechtlichen “Bedürfnisanstalten” umgibt, schon einmal behandelt – es lässt sich aber immer noch kein Silberstreif der Hoffnung am Horizont entdecken.

Längst sollte gelten – „Aber der Kaiser hat ja gar nichts an!“

Aber, wir haben ja bekanntlich eine marktkonforme Demokratie! Das erkennt man zur Zeit am selektiven Pressesterben.

Der Autor Ingo Schulze hat es am 26. Februar im Rahmen der Dresdner Reden 2012 im Dresdner Schauspielhaus mit „Unsere schönen neuen Kleider“ bei den Nachdenkseiten auf den Punkt gebracht.

Unsere schönen neuen Kleider - Ingo Schulze

“Wir sind der Souverän, im Märchen also der Kaiser, der so naiv, leichtgläubig und eitel war, dass er Geld und Gold und Seide den Betrügern schenkte und einen Orden dazu, der aber in seinen neuen Kleidern nicht glücklich werden kann.“

Zur Erinnerung - wir leben hier!