Water Makes Money

In dem Artikel Devoter, degenerierter Staat berichtet Werner Rügemer über die jahrelang gewachsenen Strukturen, Mechanismen, Hintergründe und die daraus resultierenden Folgen für den Steuerzahler der über Europa hinwegrollenden Privatisierungswellen, die auf dieser Seite in den vergangenen Jahren schon mehrfach einzeln betrachtet wurden.

Ein Aspekt sind die PPP-Wasserprivatisierungen – Korruption auf höchsten Niveau.

Der Film Water Makes Money zeigt diese Strukturen schonungslos auf.

Auf der Webseite zum Film ist zu lesen:

“Seit ca. drei Wochen greift ein hochprofessionelles Team immer wieder unsere Webseite www.watermakesmoney.org an.
Mittlerweile ist nicht nur diese Seite komplett zerstört.
Wir können leider nicht beweisen, wer diesen Vernichtungsfeldzug gegen uns zu verantworten hat. Aber die Frage Cui bono – Wem nützt es ist wohl nicht unangebracht!“

Quelle und Original

Hier also der Film – mit der Frage – Cui bono?

Water Makes Money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen

Kommentar auf You Tube

“Water makes money” – kein Wunder das dieser Film verboten werden soll. Er deckt die unschönen Praktiken von privaten Wasserversorgern wie Veolia und Suez auf.“

Und nun noch für alle lokal Interessierten in Wuppertal:

“Im Herbst 2008 sind die Stadt Wuppertal und die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH (WSW) sowie die GDF SUEZ Energie Deutschland AG eine strategische Kooperation eingegangen. GDF SUEZ Energie Deutschland erwirbt einen Anteil von insgesamt 33,1 Prozent an der WSW Energie & Wasser AG.”

Mit wem wir es also als „Kooperationspartner“ in Wuppertal zu tun haben kann man hier nachlesen:

GDF SUEZ

Hier zumindest ist die Stadt aus ihren Cross-Border und PPP-Träumereien endlich aufgewacht – so heißt es am 22.03.2013:

„In den nächsten Wochen bekommen viele Bürger Post von den Wuppertaler Stadtwerken. Darin wird ihnen mitgeteilt, dass die WSW den Vertrag über die Wasserversorgung kündigt und der Versorgungsauftrag automatisch an den neu gegründeten Eigenbetrieb der Stadt Wuppertal übergeben wird.“

„Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 4. März die Gründung des städtischen Eigenbetriebs zum 1 Mai 2013 beschlossen und damit auf die neue Wasserrichtlinie der Europäischen Union reagiert. Der neue Eigenbetrieb in städtischer Hand verhindert mögliche Privatisierungen der Wasserversorgung. Die Wassergebühren und Aufgaben des Eigenbetriebs regeln die Wasserversorgungs- und die Wassergebührensatzung, die ebenfalls vom Rat der Stadt verabschiedet wurden.“

Quelle und Original

Der Stadtkämmerer Dr. Johannes Slawig erscheint nach den überstandenen Wuppertaler Cross-Border Abenteuern zumindest wieder als lernfähig, die verstaubte IHK Wuppertal dokumentiert dazu im Gegensatz den Ungeist der Ichlinge im Gelbhemd.

IHK Wuppertal
Download anlage_ihk_stellungnahme_wasser.pdf - 125 kB

Man sieht hier noch einmal sehr schön, wie weit der Public Relations Apparat der privaten Korruption reicht – und wie unbedarft, unsachgemäß und auch unaufgeklärt eine IHK ihre Stellungnahme abgibt. Jungs – schaut Euch den Film einfach noch mal an – vielleicht bleibt was hängen!

Insbesondere beim Lehrbeauftragten am Lehrstuhl für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung & UNESCO-Lehrstuhl für Entrepreneurship und Interkulturelles Management – Herr Michael Wenge – Hauptgeschäftsführer der IHK Wuppertal-Solingen.

Unbenommen davon bleibt die WSW wirtschaftlich aber auch ohne Wasserprivatisierung im Wasser stehen – der Grund sind die Schulden aus dem Schwebebahnabriss.

Vielleicht hat also Herr Dr. Johannes Slawig auch nur vorzeitig die Reißleine gezogen, und zumindest die Wasserversorgung der Wuppertaler in Sicherheit gebracht, bevor die WSW AG endgültig untergeht.