Wir sind für nichts zu blöd!

Das Kanzlerduell – die Wahl zwischen Pest und Cholera – ist wie erwartet entschieden.

Die Pest wird regieren, die Cholera in Form der Verräterpartei giert nach Ämtern – somit in die große Koalition – wie vorhergesagt.

Eine Wahlanalyse – oder warum man brennenden Bohrinseln nicht auspissen kann:

Tobias Mann bei den “Mitternachtsspitzen”

Ich bin bekanntermaßen ein Fan von Verschwörungstheorien – hier folgt eine alte ganz Neue:

Wulff, Koch, Oettinger: Der „Andenpakt“ war einst angetreten, um die Macht in Deutschland zu übernehmen. Doch der Plan scheiterte, Angela Merkel wurde Kanzlerin. Noch lebt der Bund und Verschwiegenheit ist weiter geboten – wie jetzt beim Geheimtreffen in Berlin.

Die Bösen

Und Wikipedia weiß dazu zu berichten:

“Als Mitglieder des Andenpaktes wurden im Spiegel in einer Infografik 17 Personen benannt, andere wurden im Artikeltext und von anderen Medien mit dem Pakt in Verbindung gebracht. Zu den im Spiegel-Artikel benannten Personen zählen: Roland Koch, Christian Wulff, Friedbert Pflüger, Christoph Böhr, Matthias Wissmann, Günther Oettinger, Franz Josef Jung, Peter Jacoby, Volker Bouffier, Kurt Lauk, Elmar Brok, Hans-Gert Pöttering, Wulf Schönbohm, Jürgen Doetz, Bernd Huck, Helmut Aurenz und Heinrich Haasis. Huck sei der Generalsekretär des Bundes. Darüber hinaus wurden weitere Personen, z. B. Peter Müller und Friedrich Merz, in Verbindung mit dem Pakt genannt. Weiter führt der Spiegel-Artikel aus, dass Frauen im Andenpakt „nichts verloren“ hätten, von Ostdeutschen trenne die Mitglieder die andere politische Biografie.”

Quelle und Original

Hat nun nicht geklappt – zu Fall gebracht hat Bundespräsident Christian Wulff wohl nicht sein Häuschen, sondern diese Rede hier:

Deutscher Bundespräsident Christian Wulff kritisiert EZB – Wulff gegen Ankauf von Staatsanleihen

Die vollständige Lindauer Rede zum Nachlesen ist hier zu finden:

Lindauer Rede

Gut, da verschwören sich also die Männer der CDU – aber – Rettung naht – es wird alles „Gutt“ und wir sind bald übern „Berg“ – Karl-Theodor gab sich die Ehre – und der war bekanntlich mal unser Verteidigungsminister!

“Angela Merkel hat sich mit dem früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg getroffen. Die beinahe konspirativen Umständen sorgten für Spekulationen im Berliner Politbetrieb….

Guttenberg war 2011 zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er seine Doktorarbeit in weiten Teilen von anderen abgeschrieben hatte. Danach zog er in die USA. In Washington arbeitet Guttenberg beim Think Tank „Center for Strategic and International Studies“. Er gilt als Experte für die transatlantischen Beziehungen.”

Quelle und Original

Für alle Verschwörungstheoretiker – das sind die Guten aus Amerika, bekannt unter dem Verein die Atlantik Brücke.

Die Gutten

Die Gutten haben also dafür gesorgt, das die Bösen keine bösen Dinge in Deutschland sagen – und deshalb ist der Wulff jetzt auch weg und prozessiert um seine Ehre, und um exakt 753,90 Euro Vorteilnahme.

Zur Unterstützung zaubert die Presse nun herrliche weitere Verschwörungstheorien aus dem Hut – wie die letzten Freunde von Wulff.

„Ex-Bundespräsident Wulff hat vieles verloren: Frau, Amt und Ansehen. Doch das vielleicht Wichtigste ist ihm geblieben: ein paar Freunde, die zu ihm halten. Darunter ist auch ein radikaler Linker“

Quelle und Original

Ein radikaler Linker – bei Wulff – nicht auszudenken!

Aber – wir sind ja für nichts mehr zu blöd – wie die Verhandlungen zur großen Koalition zeigen!

Wenn Sie der Verräterpartei übrigens noch die Meinung sagen möchten, können sie das hier nun tun:

„An die sozialdemokratische Partei Deutschlands

Die Große Koalition gilt als kleineres Übel. Es heißt, die SPD-Mitglieder müssen jetzt entscheiden, ob sie lieber 100 Prozent ihrer politischen Ziele nicht durchsetzen oder 50 Prozent durchsetzen wollen. Wer so fragt, hat sich bereits für die Große Koalition entschieden. Und tatsächlich erweckt die Führung der Partei – mit kräftiger medialer Unterstützung – den Eindruck, dass es nur noch darum gehe, 47 oder 51 Prozent des “eigenen Programms” durchzusetzen. Aber darum geht es nicht!

Vielmehr geht es um die Frage, ob sich die SPD in einer Regierung mit CDU und CSU weiter marginalisieren und für ein “Weiter so!” einspannen lässt, oder ob sie eine politische Alternative nicht nur behaupten, sondern für diese auch einstehen will.

Die SPD will zukunftsfähig sein, bestärkt aber die Konzepte einer vergangenen Politikepoche.

Die SPD könnte in anderen Bündnissen grundsätzliche Änderungen erreichen, tritt aber freiwillig in die zweite Reihe.

Die SPD wandelt sich durch Annäherung an die CDU/CSU zur Gesichtslosigkeit, statt selbst Wandel durch Annäherung zu bewirken.

Die SPD verschenkt den Führungsanspruch – und sei es in der Opposition gegen eine CDU/CSU-Minderheitsregierung – für eine warme Mahlzeit: Jedes Ergebnis der Koalitionsverhandlungen steht unter Finanzierungsvorbehalt, nur die Ministerposten sind sicher.

Eine Große Koalition stellt keine unterschiedlichen Konzepte zur Wahl, sie stellt die Kaste der Politiker den Wählern gegenüber. So verhindert die SPD jetzt und in nächster Zukunft ein Bündnis linker und alternativer Parteien und Bewegungen. Wieder wird die Mehrheit links von der Mitte nicht genutzt.

Die Große Koalition schwächt nicht nur die demokratische Debatte und damit das Vertrauen in die Korrigierbarkeit und Offenheit demokratischer Prozesse, sie lässt auch den Wunsch der Mehrheit nach einer politischen Alternative ohne Adresse und ohne Antwort. Wenn der SPD die Courage fehlt, die Führung zu übernehmen, sollte sie in die Opposition gehen und sich von Grund auf erneuern.“

Unterschreiben sie bitte hier:

Wider die grosse Koalition

Wider der Mafia