Das Letzte - Schlußbekenntnis

Es reicht – genug der Worte und Mahnungen – ich bin zu alt, um hier weiter meine Zeit zu verschwenden.

Mit der GROKO haben 76% so genannter SPD-Mitglieder die Weichen für eine Politik gestellt, die ich in naher Zukunft nicht mehr miterleben möchte, und auch nicht weiter durch meine Steuern unterstützen werde.

Schon am Abend vor dem Ergebnis des „demokratischen Mitgliederentscheides“ wurden all die künftigen Posten der Wahlverlierer öffentlich, die statt sozialdemokratische Politik zu wagen, ängstlich im Mitgliederentscheid um Ihre Pöstchen betteln. Einer SPD in diesem Zustand ist nicht mehr zu helfen.

Sozialdemokratische Politik ist damit in Deutschland nicht mehr möglich, es wird lange dauern, bis sich die Linke und die 24% aufrechter Sozialdemokraten, die den manipulierenden Mitgliederentscheid der SPD abgelehnt haben, zu einer neuen politischen Macht formieren können, bei all der Finanzkraft für Desinformation der politischen Mafia ein geradezu aussichtsloses Unterfangen.

Grüne Politik ist längst keine soziale Politik mehr, sondern besser wissende Politik der Besserverdienenden – intoleranter als manch konservative Stimme steht die grüne „Ökodiktatur“ für eine Politik, die eine Mehrheit dazu zwingen würde, Wohlstandsverluste hinzunehmen, die eine Menge Menschen finanziell einfach nicht leisten können. Ich nenne das Realitätsverlust.

Meine persönliche Sicht zur Entwicklung der Sozialdemokratie habe ich in einem letzten Artikel zu den gebrochenen Versprechungen geschildert.

Rot grün macht derzeit Kasse – ein legales Unterfangen, bei dem man sich selbst ganz menschlich der nächste ist, und dabei alles verrät, was im Leben einmal Bedeutung hatte, zu Gunsten einer finanziellen Absicherung – meine Sache eben nicht.

Damit teile ich das Statement von Christoph Lütgert – Panorama: „Eine totale Desillusionierung – ich hab die ja auch mal gewählt“. Dabei sowohl grün als auch rot.

Ich will in Zukunft somit nicht noch eine weitere, unzählige Wiederholung über politischen Machtmissbrauch in der BRD schreiben, wegen der ohnehin in China kein Sack Reis umgefallen ist, geschweige denn in Deutschland.

Es war allein mein egoistisches Bedürfnis und das Drängen nach einer gerechten Gesellschaft, hier für meine 3 Kinder und meine Nachwelt festzuhalten, wie ich die Entwicklung der BRD sehe.

„Demokratie wagen“ – war die Idee – Marktkonforme Demokratie ist das Ergebnis.

In ein paar Jahren wird wahrscheinlich existenzielle Not einen Großteil der immer noch friedlich schlummernden deutschen Michel auf die Barrikaden treiben – allein dann ist es für ein Handeln zu spät.

Ich klage auf hohem Niveau – gemessen an den Lebenssituationen – nur in Europa betrachtet – geht es uns – noch sehr gut.

Aber ich halte es mit Georg Schramm: „Ich bin bedroht und bedrängt von dem Gefühl, dass es bergab geht. Ich habe das Gefühl, es passiert zwar viel im Kleinen, im Positiven, es gibt tüchtige regionale und lokale Initiativen, aber das Unheil ist schneller.“ Er spricht von Klimaflüchtlingen, Kriegen, Seuchen, Wassernot, Armut. Von den apokalyptischen Reitern.

Der Mut der Verzweiflung und das Drängen nach einer gerechten Gesellschaft, „diese Haltung kommt aus meiner Herkunft. Sie kommt nicht aus einem Vorurteil gegenüber den Reichen, sondern aus meiner Erfahrung mit ihnen“.

Der zornige Wortarbeiter hört auf.

Quelle und Original

Das Drängen nach einer gerechten Gesellschaft hat mir mein in diesem Jahr verstorbener Vater vermittelt, wofür ich hier an dieser Stelle noch einmal öffentlich danke.

Schon vor einigen Jahren habe ich mich aus langer Liebe zu Menschen und Land nach Skandinavien orientiert – mit einer im Vergleich zur BRD immer noch – und trotz Globalisierung – funktionierenden Sozialdemokratie.

Ich bin zu alt, um mich noch zu verzetteln, ich brauche meine Kraft, um mit bald 55 Jahren noch einmal einen Neuanfang in einem anderen Land zu starten – was nun so bald, wie familiär möglich in Angriff genommen wird.

Und ich freue mich auf diese Veränderung. Aus der Lethargie einer satten Gesellschaft aufzubrechen in die Gestaltung eines neuen Lebensmittelpunktes, ist für mich keine Resignation vor den Gegebenheiten, sondern wieder aktive Lust, die mir verbleibenden Möglichkeiten eines Menschenlebens sinnvoll zu nutzen.

Insofern ist das jetzt hier das Letzte.

Andreas Kleffmann

Wir leben hier:

Und aus berufenem Munde:

Urban Priol: Tilt – Tschüssikowski 2013

Und schlussendlich hat es Fefe mit diesem Beitrag für 2013 noch auf den Punkt gebracht:

Die Europäische Kommission selbst hat das Eurobarometer 2013 veröffentlicht.

„Auf Seite 11 ist die grafische Darstellung der Einschätzung der Menschen zu der Aussage “Meine Stimme zählt in der EU”. 86% der Befragten aus Zypern und Griechenland sagen: Nein. Es gibt überhaupt nur ein Land in der EU, in dem über 50% der Befragten das bejaht. Dänemark.

Seite 14 ist auch spannend. Da haben sie die Leute gefragt, was die wichtigsten Probleme ihres jeweiligen Landes sind. Arbeitslosigkeit kommt auf 50%. Terrorismus kommt auf 2%. Nur “Sonstiges”, “Nichts davon” und “Weiß nicht” haben weniger Ausschlag als Terrorismus.

Ähnlich sieht die Statistik auf Seite 16 aus, da haben sie nach den wichtigsten persönlichen Problemen gefragt. Preise, Arbeitslosigkeit, Wirtschaft sind ganz oben, und Terrorismus kommt auf 1%.“

Quelle und Original

Das heißt für die EU, es gibt aus der eigentlichen Bevölkerung der beteiligten Länder – außer in Dänemark – keinerlei Zustimmung zur EU, die Ablehnung der aktuellen politischen Entwicklung überwiegt ansonsten bei weitem, und es gibt auch keinerlei Bekenntnis oder Bedürfnis zum Überwachungsstaat aus allen Ländern der EU. Das Dogma der Sicherheit kommt eben eindeutig nicht aus der Bevölkerung!

Und wie lautet der Schlusssatz der Studie:

„Noch immer fühlt sich eine absolute Mehrheit der Europäer als Bürger der EU, ihr Anteil hat jedoch seit dem Frühjahr 2013 abgenommen. Mehr als vier von zehn Europäern kennen ihre Rechte als EU-Bürger. Allerdings ist auch dieser Anteil seit dem Frühjahr 2013 zurückgegangen. Die Rangfolge der aus Sicht der Europäer positivsten Errungenschaften der EU erweist sich als nahezu unverändert: der freie Verkehr von Personen, Gütern und Dienstleistungen innerhalb der EU und der Frieden zwischen den Mitgliedstaaten bleiben bei weitem die als am positivsten wahrgenommenen Errungenschaften der EU.“

Die verbliebenen Prioritäten sollten damit eindeutig sein!

Quelle und Original

Ich werde im nächsten Jahr erstmals aus dem Ausland wahrnehmen, wie der deutsche Michel dies in seiner Glaubenstreue zur GROKO und Kanzlerin Angela Merkel zu beantworten denkt.