Geld/Euro - unser absurdes Geldsystem

Der Euro wurde am 1. Januar 1999 als Buchgeld, drei Jahre später, am 1. Januar 2002, als Bargeld eingeführt. Damit löste er die nationalen Währungen als Zahlungsmittel ab. Nach dem US-Dollar ist der Euro die wichtigste Reservewährung der Welt.

Im Jahr 1988 erarbeitete ein Ausschuss unter Leitung des EG-Kommissionspräsidenten Jacques Delors den sogenannten „Delors-Bericht“. Im Zuge der von Deutschland angestrebten Wiedervereinigung verknüpfte laut Zeitungsberichten der damalige französische Staatspräsident François Mitterrand die Zustimmung Frankreichs zur Wiedervereinigung mit der Zustimmung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl zur „Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion“, also mit der Einführung des Euro. Kohl stimmte diesem Kuhhandel ohne vorherige Rücksprache mit Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer zu.

Nach Einführung des Euros erlebte Deutschland eine wirtschaftliche Schwächephase. Hierfür sehen Ökonomen mehrere Gründe, die zum Teil mit dem Euro zusammenhängen. So sei Deutschland aufgrund politischer Fehler mit einem überhöhten Wechselkurs in die Euro-Währungsunion eingetreten, wodurch ein zu hohes Preisniveau entstand. Dies habe die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verringert. Erst durch langjährige Lohnzurückhaltung der Tarifparteien sei es wieder zu einer Verringerung des Preisniveaus und damit zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gekommen. Hans-Werner Sinn fasst die Realabwertung (Innere Abwertung) wie folgt zusammen: „Wir sind billiger geworden und in gewisser Weise auch ärmer“. Zusätzlich entfielen mit Einführung des Euros die Wechselkursrisiken, die Finanzmarktakteure glichen daraufhin die Kreditzinsen für den gesamten Euroraum auf ein einheitliches Niveau an. Die Zinskonvergenz sorgte dafür, dass Kapital aus Euro-Ländern mit niedriger Inflation abgezogen wurde und in Euro-Länder mit hoher Inflation floss, wo es zu einer wirtschaftlichen Überhitzung und später zu Zahlungsschwierigkeiten kam. Länder wie Deutschland erlitten in dieser Zeit eine Investitionsschwäche.

Quelle

Fangen wir nun also an mit der Zustandsbeschreibung einiger ehrlicher Politiker aus dem europäischen Parlament in Strasbourg 2010:

Was ist unser Geld überhaupt?

Geld aus Schulden – Eine Einführung in das Geldsystem zum Gesamtverständnis:

Die 4 ermordeten Präsidenten der USA – und was das mit Geld zu tun hat:

Die vergessenen Warnungen von Kennedy und Eisenhower 1961

Kommen wir zur Gegenwart und in die BRD zurück. Deutsche Bundeskanzler/Innen sind als Marionetten der amerikanischen Interessen zu unbedeutend, um in der BRD einem Mordanschlag zum Opfer zu fallen, nicht jedoch andere Entscheidungsträger:

Gedenken zum Mord an Alfred Herrhausen

Insofern weiß Nachfolger Joseph Ackermann nun auch deutlich was für welche Geldpolitik zu tun ist:

Schuldenerlass unmöglich – warum Josef Ackermann nicht so enden will wie Alfred Herrhausen

Kleines “Märchen” für Nichtverschwörungstheoretiker

Herrhausen und Rohwedder

Detlev Rohwedder wurde so beschrieben:

„Kaum einer sah von Beginn an die Schwierigkeiten so deutlich wie Rohwedder. Ihm war das gewaltige Ausmaß der notwendigen Umstellungen mit ihrem Zeitbedarf und ihren tief einschneidenden sozialen Wirkungen vollkommen bewußt. Um so kraftvoller bemühte er sich darum, die Menschen materiell und seelisch nicht unter die Räder kommen zu lassen“

– Bundespräsident Richard von Weizsäcker: am 10. April 1991 über die Tätigkeit Detlev Karsten Rohwedders bei der Treuhandanstalt, zitiert nach Peter Fiedler, a. a. O., S. 75

So begann der Beutezug Ost.

Kommen wir nun zum Beutezug EU, und zur Plünderung der Ersparnisse über Enteignung.

Das Dilemma des Euro – die Enteignung ist unvermeidlich – Prof. Sinn zur ifo-Tagung 2012

Dies Einschätzung der Lage stammt noch aus 2012 – inzwischen gilt:

1140 Milliarden Euro – diese unvorstellbare Menge an Geld pumpt die EZB nun ins System und kauft damit Anleihen auf, um sich, den Banken und den Krisenländern temporär Luft zu verschaffen.

„Banken und Krisenstaaten Südeuropas sind die Gewinner des EZB-Entscheids, Sparer wie Deutschland die Verlierer. Dies sagt der Direktor des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München, Hans-Werner Sinn. Der Ökonom stellt die Billionenspritze zum Kauf von Staatsanleihen auch rechtlich in Frage.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird im Kampf gegen die Konjunkturschwäche monatlich 60 Milliarden Euro in den Markt pumpen. Über eine Billion Euro werden es bis Ende September kommendes Jahres werden.

Die EZB begründet diese Massnahme damit, dass eine Deflation vermieden werden soll. Allerdings ist die Deflation allein darauf zurückzuführen, dass die Ressourcenpreise, insbesondere Öl, gefallen sind. Welchen Zweck eine Politik haben soll, die Ölpreise steigen zu lassen, ist schwer einzusehen. Für mich ist das ein vorgeschobenes Argument. In Wahrheit will die EZB die Banken und Staaten Südeuropas retten. Das ist eine reine Bail-out-Politik zulasten der Steuerzahler.“

Sparer wie Deutschland sind die Verlierer

Wer heute noch glaubt, unser Wirtschaftssystem des exponentiellen Wachstums mit seinem Zinssystem habe irgendeine Zukunft, gehört definitiv entweder unserer Regierung/Lobby an, oder ist intellektuell nicht mehr in der Lage, Zusammenhänge zu verstehen.

Es ist nur noch unser Glaube, der dem Geld seinen Wert gibt.

Um nicht vollständig in die Depression zu verfallen, hier nun noch eine Analyse mit Lösungsansatz vom österreichischen Wirtschaftswissenschaftler und außerordentlichen Professor am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen der Wirtschaftsuniversität Wien – Dr. Franz Hörmann.

Absurdes Geldsystem 2014 Prof. Dr. Franz Hörmann

Manipulierte Finanzmärkte und korrupten Eliten

Auf dem Infoportal von Joachim Jahnke findet sich ein Beitrag von Paul Craig Roberts, der glasklar unsere Lage wiedergibt:

“Paul Craig Roberts sieht, dass nach dem Wegfall der Sowjetunion die globale US-Hegemonie mit immer dümmeren, korrupteren und volksfeindlichen Mitteln sowie verlogenen Kriegsanlässen und Beschuldigungen (Irak, Syrien, Iran) erreicht werden sollte, zu denen auch die weitgehend europabasierte NATO gehört. Im Ergebnis hätten es nun Russland und China als Allianz jederzeit in der Hand, das westliche Finanz-und Wirtschaftsystem System samt seinem militärischem NATO-Arm zum Einsturz zu bringen. Insofern das aber als letztes Mittel einen Atomkrieg gegen Russland auslösen könnte, bewahre Putins besonnene Zurückhaltung trotz Wirtschaftskrieg und persönlicher Angriffe die Welt vor diesem Inferno. Putin bräuchte nur den Wirtschaftskrieg gegen sich als solchen als Anlass zu erklären, um Europa die alternativlosen Energielieferungen zu streichen und die Nato war einmal. China bräuchte flankierend nur seine ganzen US-Anleihen auf den Markt werfen, die daraufhin in auch in den Kassen aller anderen weltweiten US-Kreditgeber an Wert verlieren und die Fed zwingt Stützungskäufe mit frisch gedruckten Dollars zu machen, die China dann als zweiten Schritt wieder vollständig auf den Markt wirft, der dann mangels Kaufwilligen für die verfallende US-Währung zusammenbricht und die importabhängigen USA samt ihrem manipulierten Finanzmärkten und korrupten Eliten wären ruiniert.

Da damit die atomare Gefahr wachse, würde solches Szenario gegenwärtig nicht eingesetzt, sei aber für die Zukunft bei Fortsetzung des Wirtschaftskrieges nicht mehr auszuschließen. Aktuell wende Russland andere Mittel an, wozu die Einstellung des Gastransits für die EU über die diebische Ukraine zählt mit der Aufforderung an die EU sich rechtzeitig durch neu zu bauende eigene Gasleitungen um die Verteilung ab der türkisch-griechische Grenze aus zu kümmern, da ja auch Southstream keine Option mehr darstelle.

Aber auch das westliche Finanzsystem selbst arbeite seinem Zerfall entgegen wie bald die jüngste Abkopplung der Schweizer Nationalbank vom Europegging zeige. Das Geldrucken per Quantative Easing (QE) durch die USA, EZB und Japan habe immer Währungen in den “sicheren Hafen “ Schweiz getrieben, vor allem Euros, für die von der SNB zum Aufkauf die entsprechende Menge an Franken bereitgestellt werden musste, weil sich der Frankenkurs erhöhte. So koppelte (pegging) man sich zum Schutz der Schweizer Exporte an das Limit von 1,20 SFR pro Euro. Nun drohte Draghi wieder mit dem Ankauf von Staatsanleihen der EU per frischgedruckten Geld für die Banken und der EuGH -Anwalt stimmte dem im Gutachten prinzipiell zu, womit auf die Schweiz wieder eine Eurowelle zurollen würde, die wieder zum Drucken von SFR zum Ankauf und Kursstützung führen würde. Die so noch weiter mit Fremdwährungen aufgeblähte Zentralbankbilanz müsste wieder dem QE der EZB und der Kapitalflucht aus den Unmengen Euro mit einem SFR-QE folgen, womit die Basisgeldmenge in den Schweizer Banken explodieren könnte (die einerseits zu verzinsen wäre, andererseits eine gewaltige Inflation durch das Massengeld ankurbeln könnte, während die Fremdwährungen in der SNB wie Blei liegen und auch dem Schweizer Export nichts nützen). So trage man die Aufwertung und Exportverteuerung lieber jetzt als größeres Unheil später.

Für Roberts hat die korrupteste Wirtschaftsmacht der Welt, Washington, das globale Gelddrucken angeheizt. Nun stelle sich die Frage ob andere so abgewertete Länder dem Schweizer Beispiel folgen werden oder sich gar China und Russland anschließen werden, um sich von diesem Finanzsystem abzukoppeln?”

Bravo – “Stelle die Bedeutung der Begriffe wieder her und dulde keine Unordnung in den Worten.”

Quelle und Original - Paul Craig Roberts - Joachim Jahnke

Der Banker – Master of the Universe

„Zum ersten Mal packt ein ehemals führender Investmentbanker Deutschlands aus. Rainer Voss, der früher locker mit Millionen hantierte, erzählt, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen und Skrupellosigkeiten. Ein atemberaubendes Psychogramm einer Branche und ihrer Akteure. Der Film ist für den Deutschen Filmpreis 2014 nominiert.“

Princes of the Yen

“Die Zentralbanken haben die Macht, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Wandel zu schaffen. Dies zeigt, wie sie es tun.” Diese Passage eröffnet den Film „Fürsten des Yen“, basierend auf einem Buch von Professor Richard Werner und unter der Regie von Michael Oswald, der die Art und Weise zeigt, wie die Notenbanken die Welt, in der wir leben, durch Krisen verändert. Ausgehend von Japan wird genauso die Asienkrise wie die Euro-Krise behandelt.

“Vor uns liegt ein langer Weg – aber der beginnt mit dem ersten Schritt!”

Und der ist in der Politik und der zugehörigen Lobby bis heute ungetan!

Wir leben hier:

Nachtrag:

Respekt vor einem der wenigen aufrechten, konsequenten und ehrlichen Politikern, auch wenn er aus der CDU kommt:

Peter Gauweilers Rücktrittserklärung
Download gauweiler_ruecktritt.pdf - 32 kB

Nachtrag:

Goodbye Bargeld! – Die totalitäre Gesellschaft der Zukunft

Die Teilenteignung von Sparern kommt!

Prof. Yanis Varoufakis – Griechenland und Europa

Webseite von Yanis Varoufakis mit hochinteressanten Artikeln.

Z – ein spannender, engagierter, hochemotionaler und teilweise wütend polemischer Politthriller, der eindringlich die Gefahren einer Verfilzung von Staats- und Gruppeninteressen beschwört.

Hintergrund - WDR