Zurück in die Eiszeit – Reportage der BBC

Globale Erderwärmung, oder neue Eiszeit – oder beides?

Jahrelang werden wir nun schon von der Politik auf die Folgen der globalen Erderwärmung eingestimmt. Einhellig heißt es – die Erderwärmung steigt stetig an. Und uns werden natürlich auch Lösungen dazu angeboten:

Klimazertifikate

Wer mit dem Auto oder dem Flugzeug unterwegs ist, der kann mit dem Kauf von Klimazertifikaten (Klima-Aktie, Klima-Zertifikat, Klima-Schutzbrief) sein schlechtes Gewissen in Sachen Umwelt beruhigen. Das Geld, das beim Kauf von Klimazertifikaten eingenommen wird, wird von den jeweiligen Händlern dann entweder in umweltfreundliche Technologien zur Energiegewinnung wie Solarkraftwerke oder Windenergieanlagen investiert oder es wird dazu verwendet, Wälder wieder aufzuforsten. Dadurch soll die beim Flug oder der Autofahrt anfallende Menge an CO2 neutralisiert werden, in dem durch den Ausbau umweltfreundlicher Energiegewinnung alte Kohlekraftwerke abgeschaltet werden können oder durch die neu gepflanzten Bäume das CO2 abgebaut werden kann. Durch den Kauf von Klimazertifikaten kann also ein Flug oder eine Fahrt mit dem Auto klimaneutral werden.

Fazit: Ein gutes Geschäft mit dem schlechten Gewissen

Emmissionsrechte

Aufbruchsstimmung in der Finanzindustrie. Für die Finanzmärkte sind die Emmissionsrechte eine Steilvorlage. Findige Banker rechnen prompt aus, wer alles von intensiveren Anstrengungen beim Klimaschutz profitieren kann: von stärkerer Wärmedämmung über alternative Energien, Technologien zur Schadstoffbeseitigung oder -vermeidung bis hin zu Börsen, an denen Emissionsrechte gehandelt werden.

Fazit: Ein noch besseres Geschäft mit der Industrie unseres Staates.

Wir halten somit wertfrei fest – es ist ein sehr einträgliches Geschäft sich einseitig um die Folgen der globalen Erwärmung zu kümmern.

Wie ernst es der jetzigen Bundesregierung mit diesen Maßnahmen anlässlich der jüngsten Steuererhöhungen für Raucher aber wirklich ist, kommentiert die Landeszeitung (Lüneburg):

Rauchen für die Aluhütte

“Raucher sind es schon gewohnt, für etwas zu qualmen: Für den Anti-Terrorkampf oder für die Gesundheitsreform wurde die Tabaksteuer bereits erhöht. Doch wenn es jetzt heißt , 'Rauchen für die Aluhütte' kommt man doch ins Hüsteln. Schwarz-Gelb erhärtet den Verdacht, in erster Linie Klientelpolitik zu betreiben. Kaum jammert die energieintensive Industrie über den geplanten Wegfall milliardenschwerer Ökosteuer-Rabatte, lenken Merkel und Westerwelle ein. Die Schlote können also weiter qualmen – und die Raucher sollen es. Denn dem Bund geht es nicht um einen gesundheitspolitischen Ansatz. Dabei sollte die Maxime lauten: Je weniger Menschen rauchen, desto besser. Doch die Tabaksteuer wird behutsam in mehreren Stufen erhöht, um ja nicht zu viele Raucher zu verschrecken.”

Zum Verständnis – Ökosteuer steht eigentlich für Steuern auf Güter wie Benzin, Diesel, Kerosin usw. Das sind Energieträger, deren Verbrauch die Umwelt belastet. Wird – wie bei der Umsatzsteuer (so genannte Mehrwertsteuer) – durch die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug sichergestellt, dass nur der Endverbraucher von Energie die Steuerlast trägt, dann handelt es sich bei der Ökosteuer um eine Steuer auf Energieverbrauch. Energieverbrauch entspricht einer Erhöhung der Entropie. Mit ihr belastet ein Energieverbraucher die mit der Gemeinschaft geteilte Umwelt. Bei der Ökosteuer handelt es sich also um eine „Entropiesteuer“ mit der nach dem Verursacherprinzip Umweltbelastung besteuert wird.

Die Besteuerung nach dem Verursacherprinzip ist grundsätzlich wohl der richtige Weg, und in Konsequenz angewandt sicherlich in jedem Fall ein zukunftsweisender Schritt hin zu einer gemeinsamen sozialen Energiepolitik. Leider schlägt eine völlig degenerierte Bundesregierung mit dem Beschluss zur letzten Steuererhöhung just den gegenteiligen Weg ein – schlichte Klientelpolitik statt Entropiesteuer. Dem Titel entsprechend, scheinen die Gehirne mancher Abgeordneter bereits jetzt schon tief eingefroren zu sein.

Das bestätigt auch der nächste Vorschlag:

Saufen für die Lufthansa
Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Paul Friedhoff, plädiert für eine Steuer proportional zum Alkoholgehalt eines Getränks. Entlastet werden soll damit die Luftverkehrsindustrie.

Attac fordert daher nun konsequenter Weise im Sinne einer solch großartigen Regierungsarbeit:

Kiffen für die Rüstungsindustrie!

Damit hört der Spaß mit unserer aktuellen Bundesregierungs-Muppets-Show aber nun auf, übrig bleiben wesentlich wichtigere andere Fragen:

Ist eine konsequente Besteuerung nach dem Verursacherprinzip wirklich die Lösung unserer Umweltprobleme, die bisher eher im Focus einer drohenden Erderwärmung gesehen werden? Gibt es vielleicht viel eher einen Zusammenhang zwischen einer bisher gemessenen stetigen globalen Erderwärmung und einer daraus zwingend resultierenden neuen Eiszeit mit gänzlich anderen Umweltproblemen?

Diesen Fragen geht eine BBC-Reportage nach. Da bisher kaum ein Klimamodell auf der Welt den Ansprüchen zur Abbildung der Realität gerecht werden kann, zeigt sich hier zumindest eine Variante, die die beiden vorherrschenden Meinungen der zukünftigen Klimaprognosen verbindet. Im Text zur Sendung heißt es:

The Day after Tomorrow ist nur ein Film mit vielen Specialeffects? Bis jetzt schon! Aber vielleicht existieren heiße Sommer bald wirklich nur noch in unserer Erinnerung. Ein Wissenschaftler glaubt, dass sich unser Klima innerhalb von zehn Jahren dramatisch ändern kann. Ganz Europa könnte dann in eine neue Eiszeit verfallen. Unbestritten ist, dass sich solche abrupten Klimawechsel bereits ereignet haben. Kann sich so ein Kälteeinbruch wiederholen?

Die globale Erwärmung ist für Dr. Richard Alley Schnee von gestern. Der Wissenschaftler hat einige Beweise zusammengetragen, die allesamt auf einen abrupten Klimawechsel innerhalb der nächsten zehn Jahre hindeuten. Seinen Berechnungen zufolge würde sich der Regenwald Mittelamerikas in eine Wüste verwandeln – aber Europa drohe eine neue Eiszeit, mit Temperaturen wie in Alaska und katastrophalen Folgen für die Bevölkerung.

Die ersten Beweise für diese Theorie liefern die ewigen Eisschichten Grönlands. Wissenschaftler entdeckten, dass sich solche abrupten Klimawechsel bereits mehrmals ereignet hatten. Aber könnte sich so ein drastischer Kälteeinbruch wiederholen? Experten aus aller Welt entdeckten Beweise dafür – in einer winzigen Muschel, die auf dem Meeresgrund lebt, im Rückgang der arktischen Gletscher und aufgrund einiger alarmierender Messergebnisse bei der Wasserführung der drei größten russischen Flüsse. Alle Hinweise zusammen könnten der Beweis dafür sein, dass der Golfstrom, der Europas Klima entscheidend erwärmt, in naher Zukunft versiegt. Das wäre der Beginn der nächsten Eiszeit.

Zurück in die Eiszeit ist ein Klimaschocker, der die Indizien der weltweit führenden Klimaforscher zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenfügt. Das erschreckende Ergebnis könnte unsere Erde in naher Zukunft für immer auf Eis legen

Zurück in die Eiszeit 1/5

Zurück in die Eiszeit 2/5

Zurück in die Eiszeit 3/5

Zurück in die Eiszeit 4/5

Zurück in die Eiszeit 5/5

Erschreckend ist an dieser Reportage von 2009 folgendes:

In 2010 gibt es nun aktuelle Sateliten-Bilder des Golfstroms, die genau diese These stützen, mit der Prognose:

Scientists: Winter could be the coldest Europe has seen in the last 1,000 years

Quelle - www.newsnet5.com

Nachtrag Dezember 2010

Mit dem jähen Einsetzen des Winters in ganz Europa in diesem Jahr bin ich oben genannten Thesen noch einmal nachgegangen:

Bereits 1995 hatte der Spiegel am 30.11 zum Golfstrom geschrieben:

„Die Zirkulation habe “sich zwischen 1957 und 2004 um etwa 30 Prozent verlangsamt”, berichten Harry Bryden vom National Oceaonography Centre in Southampton und zwei seiner Kollegen in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins “Nature” (Bd. 438, S. 655). 30 Prozent in knapp 50 Jahren – “das ist eine ganze Menge”, findet Quadfasel.

Der Ozeanograph hat für “Nature” einen kommentierenden Begleitartikel geschrieben, um die Ergebnisse von Brydens Arbeitsgruppe einzuordnen. Sein Fazit: “Zunehmender Süßwasserzufluss in die nördlichen Meere wird die Zirkulation zunächst nur langsam schwächen. Wenn aber eine bestimmte Schwelle erreicht wird, könnte die Zirkulation abrupt zu einem neuen Status wechseln, in dem es kaum oder keinen Wärmezufluss mehr nach Norden gibt.”

„….Was nun weiter geschehen wird, und vor allem in welchem Zeitrahmen, ist noch nicht abzusehen. Eins aber prophezeien die Vorhersagemodelle, etwa die des Potsdam Instituts für Klimafolgenabschätzung: An einem bestimmten Punkt bricht das System plötzlich zusammen, der Zustrom warmen Wassers nach Norden versiegt mit einem Schlag. Einen Temperaturabfall von “schätzungsweise vier Grad Celsius” würde das zur Folge haben, sagt Quadfasel. In gewisser Weise wirke der Klimawandel, der die Temperaturen ja eigentlich steigen lässt, sich also selbst entgegen: “Es wird dann nicht ganz so warm in Europa.”

Spiegel - Golfstrom 2005

Das war 2005, nun haben wir 2010, und es gibt eine Menge aktueller Fakten:

3Sat News – bestätigt die Spiegel-These am 21. Juli 2010

Der italienische Forscher Dr. Gianluigi Zangari:

RISK OF GLOBAL CLIMATE CHANGE BY BP OIL SPILL
Gianluigi Zangari

Abstract: BP Oil Spill may cause an irreparable damage to the Gulf
Stream global climate thermoregulation activity.

Die These von Dr. Gianluigi Zangari
Download oilspill.pdf - 1 MB

Eine Erklärung zu dieser These findet man auch in folgendem Video:

Den aktuellen Status des Golfstroms mit einem Bildarchiv und Animationen zu vergangenen Jahren finden Sie hier:

Golfstrom - aktueller Status



Aktuelle Bilder der Oberflächenbewegung des Golfstromes finden Sie hier:

Golfstrom - aktuelle Oberflächenbewegungen

Da nachweislich alle bisherigen Klimamodelle noch nicht in der Lage sind, die Erderwärmung lückenlos zu berechnen, werden wohl die kommenden Winter zeigen – ob nun durch BP künstlich beschleunigt oder nicht – wie sich die Natur unter Umständen hier sehr einfach behilft, und damit den menschlich geschaffenen Prozess der Erderwärmung einfach umkehrt – und den Golfstrom ausetzt.

Ob wir hierzu gerüstet sind, wird sich ebenso erweisen.